In einer demnächst im ILR Review erscheinenden Studie von Marco Clemens vom IAAEU und der Universität Trier wird untersucht, ob Bonuszahlungen und Gewinnbeteiligungen mit der Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten zusammenhängen. Die Studie nutzt deutsche Paneldaten und zeigt, dass Bonuszahlungen, die nicht an die Leistung der Beschäftigten gebunden sind, die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhöhen. Dieses Ergebnis tritt weitestgehend unabhängig von der Höhe der Zahlungen auf. Im Gegensatz dazu zeigen Gewinnbeteiligungen nur dann eine positive Wirkung, wenn sie einen ausreichend hohen Anteil des Arbeitseinkommens ausmachen. Der beobachtete positive Zusammenhang zwischen Bonuszahlungen und Arbeitszufriedenheit ist besonders stark bei Männern, reziproken Arbeitern (also solchen, die auf Anerkennung des Arbeitgebers eher durch gesteigerten Einsatz reagieren), Beschäftigten im Privatsektor und in kleinen Unternehmen. Für Gewinnbeteiligungen wirkt lediglich der letzte Faktor, also die Unternehmensgröße, moderierend. Diese Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf Reziprozität, deuten darauf hin, dass bedingungslose Bonuszahlungen auf andere Weise auf die Arbeitszufriedenheit wirken als Gewinnbeteiligungen und beispielsweise eher als Geldgeschenke des Arbeitgebers wahrgenommen werden.
Die Studie hat bedeutende Implikationen für die Gestaltung des Gehaltspakets von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie legt nahe, dass monetäre Geschenke in Form von Bonuszahlungen eine wirkungsvolle Alternative zu leistungsorientierten Anreizen sein können, um die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten zu steigern.
Die Studie hat bedeutende Implikationen für die Gestaltung des Gehaltspakets von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie legt nahe, dass monetäre Geschenke in Form von Bonuszahlungen eine wirkungsvolle Alternative zu leistungsorientierten Anreizen sein können, um die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten zu steigern.